CMD & Kieferprobleme
Integrative Therapieansätze für die manuelle Praxis
Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) gehören zu den „verketteten“ Funktionsstörungen, die weit über das Kiefergelenk hinausreichen und sich in Kopf, Nacken, Schulter oder sogar Beckenbeschwerden äußern.
In diesem kompakten Kurs werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen, sofort umsetzbaren Techniken verknüpft, sodass Kieferbeschwerden strukturiert und gezielt behandelt werden können, mit einem breiten Set an Techniken und Tools inkl. standardisierten CMD-Behandlungsprotokollen.
Der Kurs richtet sich an Physiotherapeut*innen und Ärzt*innen, die Patient*innen mit Kiefergelenksproblemen, craniocervicalen Beschwerden oder unspezifischen Schmerzsyndromen behandeln und ihr Repertoire um effektive, interdisziplinär anschlussfähige CMD-Tools erweitern möchten.
Inhalt:
- Grundlagen & Pathophysiologie (Epidemiologie & Relevanz; multifaktorielle Ursachen im Detail; Systemische Auswirkungen)
- Anatomie & Palpation (Gelenkstruktur; Mechanik der Kieferbewegung; Myofasziale Ketten; Palpationstechniken)
- Diagnostik & Funktionstests (Visuelle Hinweise; Palpatorische Befundung; Funktionstests)
- Behandlungstechniken (Myofasziale Techniken; Kiefergelenk-Normalisierung (Dorntherapie); LLLT & Reflektorische Techniken; Aurikulotherapie und Akupressur; Moxa; TENS & Elektrotherapie; Kinesio-Taping)
- Übungen für Betroffene & Patientenedukation ("Hausübung", Verhaltensmodifikation; Psychosomatischer Zugang
- Standardisiertes Massageprotokoll & Praxistraining
Ziel:
Nach dem Seminar können die Teilnehmenden
- CMD als multifaktorielle Dysfunktion verstehen und vom einfachen Kieferschmerz abgrenzen.
- anatomische Strukturen des craniomandibulären Systems palpieren.
- myofasziale Zusammenhänge zwischen Kiefer, HWS, Nacken und Gesamtkörper erkennen.
- Faszien-Techniken zur Schmerzlinderung anwenden.
- evidenzbasierte manuelle Techniken, LLLT, TENS und Taping bei CMD einsetzen.
- Selbsthilfeübungen und Verhaltensmodifikation vermitteln (Patient*innen-Edukation).
Methode:
- Theorievortrag und Präsentation
- praktische Übungseinheiten inkl. verbales Feedback
- Diskussion, Austausch, Zeit für Fragen
- Möglichkeit, verschiedene therapeutische Zugänge zu explorieren
Neben den umfangreichen praktischen Erfahrungen der Vortragenden fließen auch relevante Studien in den Workshop ein. Verhältnis Theorie : Praxis = 75 : 25